Zeugnisse und Urkunden
Jahrgangsbeste in den Berufen der Hauswirtschaft und der Landwirtschaft

Statt einer Freisprechungsfeier gab es am 30. Juli 2020 die Zeugnisse, Urkunden und Preise an die jeweils drei besten Auszubildenden der Berufe "Hauswirtschafter/in" und "Landwirt/in" im kleinen Rahmen am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg.

Landrat Robert Niedergesäß gratulierte den Jahrgangsbesten persönlich zum erfolgreichen Berufsabschluss – natürlich mit Abstand. Die Traditionsberufe der Hauswirtschaft und Landwirtschaft gehören seit Generationen zur regionalen Wertschöpfung im Landkreis Ebersberg. Den Absolventen bieten sich viele gute berufliche Chancen. Gerade in der Corona-Krise wurde deutlich, dass die Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung regionaler Lebensmittel, sowie die Versorgung und Betreuung verschiedener Personengruppen immer von Bedeutung sind.
Arbeitsmärkte mit Zukunft
Die Agrarbranche, aber auch die hauswirtschaftlichen Berufsfelder in Privathaushalten, landwirtschaftlichen Betrieben (wie z.B. Direktvermarktung oder Gästebeherbergung), in Krankenhäusern, Kindertageseinrichtungen oder Seniorenhäusern sind Arbeitsmärkte mit Zukunft. "In unserer schnelllebigen Zeit ist es jedoch auch wichtig, den Anschluss nicht zu verpassen und stets Weiterbildungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen", betont Behördenleiter Dr. Georg Kasberger.
Ausbildung unter Corona
Die letzten Monate ihrer Ausbildung fanden unter Corona-Rahmenbedingungen mit vielen Hygienevorschriften, Abstandsregelungen und in kleineren Gruppen statt. Wenn auch die schulischen Abschnitte teils im Fernunterricht stattfanden, wurden die fachlichen Inhalte trotzdem umfassend vermittelt. Die Auszubildenden meisterten alle Prüfungen und erzielten hervorragende Gesamtergebnisse.

Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf der Hauswirtschaft

Das Berufsbildungsamt Hauswirtschaft am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ist zuständig für die Landkreise Ebersberg, München, Erding und Freising. In diesem Prüfungsjahr haben sich im Bereich Hauswirtschaft insgesamt 115 Teilnehmer angemeldet. Diese haben die Ausbildung entweder über die duale Ausbildung, an einer Berufsfachschule oder über den zweiten Bildungsweg abgeschlossen.
In diesem Jahr absolvierten 9 Absolventinnen die klassische duale Ausbildung. Diese haben ihre fachlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten in ihrem jeweiligen Ausbildungsbetrieb, z.B. Tagungshaus, Hofcafé oder landwirtschaftlicher Unternehmerhaushalt und durch den Besuch der Berufsschule Riem erworben.
Die umfangreiche Abschlussprüfung umfasst einen 3-teiligen schriftlichen und einen praktischen Teil.
Herausforderung für alle
"Es war eine besondere Herausforderung, die Prüfung unter Corona-Hygienestandards durchzuführen. So waren die Prüflinge sowie die Mitglieder der Prüfungsausschüsse gleichermaßen gefordert, die Abstands- und Hygieneanforderungen einzuhalten", bemerkte die Bildungsberaterin Maria Stangl, die etliche Zusatztermine für die organisatorische Umsetzung der Prüfungen einplanen musste. "Alle haben auf die Umsetzung des neuen Hygienekonzeptes geachtet, sodass die Abschlussprüfungen unter diesen besonderen Bedingungen erfolgreich durchgeführt werden konnten."

Jahrgangsbeste der Ausbildung Hauswirtschaft

  • Veronika Sontheim aus Egling, Landkreis Wolfratshausen mit der Note 1,49
  • Veronika Trenkler aus Emmering, Landkreis Ebersberg mit der Note 2,05
  • Katharina Waldschütz aus Irschenberg, Landkreis Miesbachmit der Note 2,18

Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf der Landwirtschaft

Im Ausbildungsberuf Landwirt/in wurden 5 Landwirtinnen und 23 Landwirten die Urkunden überreicht. 23 Prüflinge haben eine zwei- bzw. dreijährige landwirtschaftliche Lehre hinter sich gebracht. 5 Absolventen sind wegen ihrer vorher abgeleisteten haupt- bzw. nebenberuflichen Praxiszeit in der Landwirtschaft und der Teilnahme am Bildungsprogramm für Landwirte nach § 45 Abs. 2 Berufsbildungsgesetz (BBiG) zur Abschlussprüfung zugelassen worden.
Von den Prüflingen mit erfolgreicher Abschlussprüfung kommen zehn aus dem Landkreis Ebersberg, 11 aus dem Landkreis München und sieben aus anderen Landkreisen.
Ablauf der Prüfung
Die schriftliche Prüfung fand am 6. Juli 2020 mit bayernweit einheitlichen Aufgaben in den Fächern Pflanzenproduktion, Tierproduktion und Wirtschafts- und Sozialkunde statt. Die betriebliche Prüfung fand in diesem Jahr an 9 Prüfungstagen statt.
14 Tage vor der Prüfung wurde den Prüflingen dort ermöglicht, bei einem 1-stündigen Rundgang mit dem Betriebsleiter den Betrieb zu besichtigen und sich über die örtlichen Gegebenheiten sowie der technischen Ausstattung einen Überblick zu verschaffen. Die Prüfung gliedert sich in 2 Teile, die Pflanzen- und die Tierproduktion, die sich wiederum jeweils aus einer praktischen und einer mündlichen Prüfung zusammensetzt. Am Prüfungstag selbst mussten die Prüflinge sodann in jeweils 2,5 Std. eine zusammenhängende, praxisgerechte Aufgabe entsprechend der gewählten Schwerpunkte bewältigen.
Fortbildung unverzichtbar
Den drei Jahrgangsbesten gratulierte die Bereichsleiterin Landwirtschaft Katharina Binsteiner zum ersten erfolgreichen Schritt ihrer Ausbildung. "Um den ständig steigenden Anforderungen gerecht zu werden, ist jedoch die Fortbildung zum Meister oder Techniker an einer Landwirtschafts- oder Technikerschule unverzichtbar."

Jahrgangsbeste der Ausbildung Landwirtschaft

  • Bernhard Haimmerer aus Anzing, Landkreis Ebersberg mit der Note 1,64
  • Magdalena Metzger aus München mit der Note 1,69
  • Maralen Gerer aus Balkham/Glonn, Landkreis Ebersberg mit der Note 2,09
Die landwirtschaftlichen Verbände und Selbsthilfeeinrichtungen der Region (vlf Ebersberg und München, MR, BBV und WBV) honorierten die hervorragenden Leistungen der Jahrgangsbesten jeweils mit Sachpreisen.