Coaching Kitaverpflegung

Kleiner Junge sitzt am Kita Esstisch mit einem Teller Essen vor sich und Löffel in der Hand.

Das Coaching unterstützt Kitas dabei, ihre Mittagsverpflegung gesund und qualitätsbewusst zu gestalten.

Was und wie Kinder essen und trinken, beeinflusst ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und Ernährungsverhalten. Die Kitaverpflegung leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Sie kann Vorbild für eine gesunde Ernährung sein, die gut schmeckt, nachhaltig und ökonomisch ist. Immer mehr Kitas wollen ihr Mittagessen entsprechend gestalten. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Oberbayern Ost unterstützt sie dabei mit dem Coaching Kitaverpflegung.

Coaching 2021 in Oberbayern Ost

Bei Gruppenveranstaltungen, die dieses Jahr coronabedingt das erste Mal online stattfinden, erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtige Ideen und Anregungen für die Umsetzung der Bayerischen Leitlinien Kita- und Schulverpflegung – von der Gestaltung der Speisepläne bis hin zu mehr Nachhaltigkeit. Neben dem fachlichen Input profitieren sie auch von den Erfahrungen anderer Kitas.

Für die Optimierung gibt es jedoch kein Patentrezept. Jede Kita hat unterschiedliche Rahmenbedingungen. Deshalb erhalten die Einrichtungen auch individuelle Unterstützung. Gemeinsam mit allen Beteiligten suchen erfahrene Coaches nach individuellen Verbesserungsmöglichkeiten und unterstützen bei deren Umsetzungen.

Haus für Kinder Oberföhring

Haus für Kinder Oberföhring
Alexandra Bengel
Jörg-Huber-Str. 30
81927 München

Haus für Kinder Tittmoning

Haus für Kinder Tittmoning
Sabine Heuberger
Adolph-Kolping-Platz 2
84529 Tittmoning

Tagesheim an der Welzenbachstraße, München

Tagesheim an der Welzenbachstraße
Manuela Neumeier
Welzenbachstraße 12
80992 München

Kinder- und Jugendhaus Dorfen

Kinder- und Jugendhaus Dorfen
Therese Englmeier
Rinninger Weg 17
84405 Dorfen

Ansprechpartnerinnen

Irmgard Reischl
AELF Ebersberg
Wasserburger Straße 2
85560 Ebersberg
Telefon: 08092 2699-1310
Fax: 0049 8092 2699-1555 (bis auf Weiteres nicht möglich)
E-Mail: poststelle@aelf-eb.bayern.de
Martina Fink
AELF Ebersberg
Wasserburger Straße 2
85560 Ebersberg
Telefon: 08092 2699-1312
Fax: 0049 8092 2699-1555 (bis auf Weiteres nicht möglich)
E-Mail: poststelle@aelf-eb.bayern.de
Franziska Senn
AELF Ebersberg
Wasserburger Straße 2
85560 Ebersberg
Telefon: 08092 2699-1315
Fax: 0049 8092 2699-1555 (bis auf Weiteres nicht möglich)
E-Mail: poststelle@aelf-eb.bayern.de

Rückblick

Coaching 2019/20 in Oberbayern Ost

Coaching 2019/20 in Ebersberg gestartet
20 Teilnehmer folgten der Einladung der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Oberbayern Ost, um gemeinsam unter dem Motto "Kita-Tischlein, deck dich" ihr Vorhaben Verpflegungscoaching zu starten.
Bayernweit sind es 42 Kitas, die gecoacht werden. 7 Kitas kommen dabei aus dem östlichen Oberbayern. Diese 7 Einrichtungen kochen zusammen täglich 800 Mittagessen.

In gemeinsamen Veranstaltungen erhalten die Teilnehmer Ideen und Anregungen, um die Bayerischen Leitlinien Kitaverpflegung umzusetzen – von der Gestaltung der Speisepläne nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bis hin zu mehr Nachhaltigkeit. Zusätzlich begleiten Coaches die Einrichtungen ein Kitajahr lang vor Ort - gemäß dem Motto:

"Individuelles Coaching führt zu kreativen Lösungswegen."

Kita St. Georg I

Außenansicht Gebäude Kita St. Georg
Die Kindertagesstätte St. Georg I im Westen von Taufkirchen hat drei Kindergartengruppen im Alter von 3 bis 6 Jahren und einen Hort für Kinder der 1. bis 4. Klasse. Jede Gruppe kann bis zu 25 Kinder aufnehmen. Das Personal setzt sich zusammen aus einer Leitung, pädagogischen Fachkräften und pädagogischen Ergänzungskräften. Die Einrichtung wird von einer Küchenkraft unterstützt, die jeden Tag in der Einrichtung frisch kocht.

Ziele und Herausforderungen

Im Rahmen des Kita-Coachings hat sich die Einrichtung folgende neue Ziele gesetzt:

  • Das Thema "Nachhaltige Verpflegung" soll mehr in den Vordergrund rücken, um unter anderem die Lebensmittelabfälle zu reduzieren.
  • Optimierung des Speiseplans nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
  • Die Einrichtung möchte darauf achten mehr Lebensmittel in Bio-Qualität einzukaufen.
  • Es soll verstärkt Ernährungsbildung stattfinden, die alle Kulturen und Nationen mit einschließt.
  • Der Austausch zwischen den Kindern und dem pädagogischen Personal soll weiter gefördert werden.
  • Um die Partizipation der Kinder zu steigern, sollen diese in die Speiseplangestaltung mit einbezogen werden.
  • Das Interesse der Kinder für die Mittagsverpflegung soll durch einen bebilderten Speiseplan zusätzlich geweckt werden.
  • Die Kommunikation zu den Eltern soll verbessert werden, um die Wertschätzung für die Küche und die geleistete Arbeit von Frau Gottinger zu steigern.

Lösungen

Die Woche der Nachhaltigkeit
Im Rahmen des Coachings fand in der Einrichtung im März die "Woche der Nachhaltigkeit" zusammen mit der Firma Transgourmet und dem Nachhaltigkeitsprojekt "Transgourmet Ursprung" statt. Transgourmet Ursprung steht für ursprüngliche Produzenten sowie eine abgesicherte Nachhaltigkeitsleistung.
Im Foyer des Kindergartens beantworteten in einer Informationsecke unter anderem Frau Gottinger (Köchin der Einrichtung) und Herr Schierlinger (Firma Transgourmet) die Fragen der Eltern und Kinder.

Zu diesem Anlass wurde auch eine Kiste mit Äpfeln aus biologischem Anbau für die Eltern zur Verfügung gestellt, damit sie sich selbst von der Qualität überzeugen konnten. Insgesamt stieß die Woche auf viel positive Resonanz. Wirklich toll, wenn eine Einrichtung dieses Thema während des Coachings so sehr in den Vordergrund rückt! Auch das Ziel, den Wareneinsatz an Bio-Produkten deutlich zu steigern, konnte dadurch forciert werden.

Kind füllt Tellerreste in einen EimerZoombild vorhanden

Spielerisch Lebensmittelreste bewusst machen

Um die Tellerreste langfristig zu reduzieren, wurde ein Wettbewerb zwischen den einzelnen Gruppen initiiert. Jeden Tag wurden aufs Neue die Tellerreste jeder Gruppe in einem durchsichtigen Plastikeimer gesammelt und in einer Tabelle notiert. Die Gruppe mit den geringsten Tellerresten erhielt eine Belohnung. So konnten die Kinder spielerisch dazu animiert werden, ihr Essen bewusster aus den Schüsseln auf den Teller zu schöpfen.
Speiseplan
Der Speiseplan bietet jetzt Abwechslung und Vielfalt. Kreative Kreationen wie eine Steckrübensuppe erfüllen sowohl die regionalen als auch die saisonalen Kriterien. Die Einrichtung achtet nun verstärkt darauf, weniger Fertigerzeugnisse zu verwenden. Nachspeisen aus Naturjoghurt mit frischem Obst oder erhitzten Tiefkühlbeeren sorgen für einen zusätzlichen Vitaminkick. Es ist darüber hinaus deutlich weniger Fleisch in den 20 Verpflegungstagen vertreten. Langfristig hat sich die Einrichtung das Ziel gesetzt, nur noch einmal wöchentlich ein Fleischgericht anzubieten.

Damit passt sich die Institution dem empfohlenen Ernährungsrichtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu 100% an. Der Speiseplan erreicht im Speiseplan-Check 15 der 15 möglichen Punkte.

Durch Bilder und bunte Farben wurde der ausgehängte Speiseplan aufgewertet. Er ist jetzt an der Informationswand im Foyer auf Augenhöhe der Kinder angebracht. Dort haben die Kinder die Möglichkeit, zusammen mit ihren Eltern den Speiseplan zu betrachten und sich darüber auszutauschen.

Gedeckte Tisch mit Schüssel aus denen sich die Kinder selber nachnehmen können.Zoombild vorhanden

© AELF Ebersberg

Partizipation
Das Ziel, die Kinder mehr in die Speiseplangestaltung mit einzubeziehen, konnte durch verschiedene Wege erreicht werden. Unter anderem wurde das Konzept einer Rezeptbox entwickelt. Die Kinder hatten die Möglichkeit ihre Lieblingsgerichte aufzuschreiben und dort einzuwerfen. Dadurch wurde automatisch die Kommunikation über einzelne Themenfelder der Ernährung gefördert. Jede Woche wird ein Gericht aus der Rezeptbox ausgewählt und nachgekocht. Das Kind wird namentlich auf dem Speiseplan zusammen mit seinem Lieblingsgericht erwähnt und darf vorab in der Küche natürlich auch probieren.

Aufgrund der unterschiedlichen Nationen und Kulturen der Kinder möchte die Einrichtung verschiedene Motto-Wochen und übergreifende Projekte durchführen. Angedacht ist dabei zum Beispiel eine Italienische-, Türkische- und Asiatische-Woche, in der die Kinder nicht nur das landestypische Essen kennenlernen, sondern auch die dazugehörige Kultur erfahren sollen.

Kinder sitzen am Tisch vor gefüllten Tellern und essenZoombild vorhanden

© AELF Ebersberg

Kommunikation
Schon zu Beginn des Coachings wurde versucht, die Kommunikation zwischen allen Beteiligten zu verbessern.
Ein Elternbrief zum Coaching wurde verfasst. Bei einem Elternabend konnten alle Eltern gezielt Fragen zum Coaching stellen. Um die Eltern in das Coaching einzubinden und die Kommunikation nach innen und außen zu einem festen Bestandteil in der Einrichtung zu machen, wurde eine Ernährungsthemenwand im Foyer eingerichtet. Dort findet man Informationen zum Coaching: das Gericht der Woche, einen Saisonkalender, eine Ernährungspyramide, Verhaltensregeln am Tisch und natürlich den neu gestalteten Speiseplan.
Rückmeldungen
Es wurden unterschiedliche Feedback-Systeme eingeführt. Die Kinder im Kindergarten werden durch ein Smiley-System abgefragt. Die Hort-Kinder durch einen Kinderfragebogen. Dort können die Kinder nicht nur entscheiden, ob es ihnen geschmeckt hat oder nicht, sondern auch welche einzelnen Komponenten dazu beigetragen haben. Durch das anspruchsvolle System kann das pädagogische Personal die Kinder gezielt in der Ernährungsbildung fördern, den Geschmack schulen und den Wortschatz der Kinder erweitern. Durch die Rückmelde-Systeme können neue Gerichte von den Kindern bewertet werden und je nach Ergebnis, fest in den Speiseplan integriert werden oder nicht. Dadurch werden die Kinder auch hier wieder aktiv in das neue Verpflegungskonzept eingegliedert.
Der Blick in die Zukunft
Um die Wichtigkeit und Wertigkeit einer gesundheitsförderlichen Mittagsverpflegung noch weiter hervor zu heben, möchte die Einrichtung ein Verpflegungsleitbild erstellen. Dieses schriftliche Leitbild soll zur Orientierungshilfe dienen, sowohl für die Eltern als auch für das pädagogische Personal. Alle wichtigen Rahmenbedingungen der Verpflegung werden dort festgehalten.
3 Personen stehen im Garten und präsentieren ihre Urkunde und den Geschenkkorb. Rollup in der Mitte des BildesZoombild vorhanden

© AELF Ebersberg;
Urkundenverleihung im Garten der Einrichtung

Erzdiözese München und Freising Kita St. Georg I
Lindenring 54
82024 Taufkirchen
Ansprechpartner: Monika Moissl
Coach: Katharina Gümpelein/Martina Fink

Internetauftritt der Einrichtung Externer Link

AWO Haus für Kinder Campeon

Campeon Haus
Das AWO Haus für Kinder Campeon stellt Plätze für die Kinder von Mitarbeitern von Infineon Technologie München. Derzeit sind über 30 verschiedene Nationen in dem deutschsprachigen Haus vertreten. In 14 altersgemischten Gruppen werden 220 Kinder im Alter von 6 Monaten bis 6 Jahren in 10 Krippen- und 4 Kindergartengruppen betreut. In diesem Haus für Kinder gilt es, vielen Ansprüchen gerecht zu werden und die Köche gut zu koordinieren. Das Mittagessen liefert der Caterer Dussmann, alle anderen Komponenten der Ganztagesverpflegung bereitet ein Koch in der hauseigenen Küche zusätzlich frisch zu.

Ziele und Herausforderungen

Im Rahmen des Coachings möchte man die Anforderungen an die Speiseplangestaltung detailliert und abgestimmt erfüllen. Es liegen zwei 8-Wochen-Speisepläne vor: für Frühjahr und Sommer sowie für Herbst und Winter. Beide schaffen Abwechslung und gehen auf saisonale Produkte ein. Die Vollkornprodukte und Fischgerichte werden gut angenommen. Saisonales Obst und Gemüse soll noch mehr in den Fokus rücken.

Lösungen

Im Rahmen des gesamten Coaching-Jahres hat sich ein engagiertes Team des Essensgremiums vieler Themen angenommen und konnte sich gerade auch in der Corona-Zeit neue Herausforderungen stellen. Besonders hervorzuheben ist, dass diese Einrichtung die Checkliste zu den Bayerischen Leitlinien Kita- und Schulverpflegung zu 100% erfüllt. Das Essensgremium trifft sich regelmäßig um alle aktuellen Themen rund um die gesundheitsförderliche Verpflegung zu besprechen und gemeinsam immer wieder neue und kooperative Lösungen zu finden. Dabei wird das Feedback der Kinder regelmäßig abgefragt und in der Speiseplanplanung berücksichtigt. In der jährlichen Elternbefragung haben die Eltern die Möglichkeit, ihr Feedback zu äußern. In folgenden Bereichen sind Lösungen erarbeitet und neue Ideen umgesetzt worden:

Speiseplangestaltung

  • Die beiden 8-Wochen-Pläne Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter sind im Bereich der Zwischenverpflegung noch besser an das Mittagessen angepasst worden.
  • Kinderwoche: Jeder 8-Wochen-Speiseplan enthält immer eine Woche, die die Kinder komplett im Rahmen eines Projekts erstellen.
  • Die Gerichte werden jetzt noch weniger gesüßt.
  • Genaue Obst- und Gemüsesorten werden auf dem Speiseplan nicht mehr explizit ausgewiesen. So können Reste viel besser verarbeitet und mehr saisonale Produkte eingesetzt werden.

Kommunikation mit den Eltern

  • Eine Info-Pinnwand mit aktuellen Informationen rund um die Ernährung und Verpflegung ist erstellt und im Eingangsbereich gut sichtbar für alle Eltern aufgestellt.
  • Persönliche Gespräche und Informationen am Morgen mit Unterstützung dieser Info-Wand sind intensiviert worden.
  • Speiseplan und Veränderungen werden für die Eltern gut sichtbar in der Aula ausgehängt. Die neue Feedbackwand wird sehr gut angenommen.
  • Ein Ansprechpartner für die Verpflegung seitens der Kita ist im Elternbeirat benannt worden, so dass das Feedback immer direkt an die Verantwortlichen weitergegeben werden kann.

Nachhaltigkeit

  • Die vom Fachzentrum ausgegebenen durchsichtigen Kunststoff-Eimer werden in Zukunft als Methode genutzt, um die Tischabfälle von den Kindern einzusammeln. Dies ist in Planung, da die Corona-Regeln es derzeit nicht erlauben.
  • Konzept zur Müll-Vermeidung soll Anfang 2021 gemeinsam mit den Kindern im Alltag integriert werden. Die Nachhaltigkeitsbeauftragte plant eine Wurmkiste gemeinsam mit den Kindern, um zu veranschaulichen, wie Biomüll kompostiert.
  • Auf die Mülltrennung wird noch mehr geachtet, sie ist auch Projektthema der Kinder.
  • Lebensmittel werden nun vermehrt in Großpackungen eingekauft, um Müll zu vermeiden.
  • Der Caterer setzt seit langer Zeit schon die CO2-Berechnung seiner Speisen in der Großgastronomie um. Damit ist auch an dieser Stelle und bei dieser Personengruppe das Bewusstsein für Nachhaltigkeit bereits sehr hoch.

Feedbacksysteme und Essensregeln

  • Ein Feedbacksystem für die kleineren Kinder mit Smileys ist eingeführt.
  • Die Regeln für das Essen sind im Team erarbeitet, gut sichtbar für alle Kinder und Eltern im Eingangsbereich ausgehängt und in einer "Kita-Verfassung" nachzulesen.

Verpflegungskonzept

  • Das Verpflegungskonzept ist in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten des Essensgremiums in der finalen Bearbeitung.
  • Nach Fertigstellung steht es Eltern, Pädagogen und Interessierten öffentlich im Internetauftritt zur Verfügung.

Gestaltung der Speiseräume

  • Akustik-Decken regulieren die Lautstärke in den Räumen.
  • Gemeinsam mit den Kindern werden die Räume regelmäßig mit Mottos wie Dinos oder Planeten neu gestaltet. Die Kinder fühlen sich wohler und identifizieren sich mit den Räumen.
  • Eine neue Anordnung der Tische und Stühle ermöglicht eine bessere Kommunikation, reduziert gleichzeitig aber auch die Lautstärke.
Urkundenverleihung sechs Personen stehen auf einer Terrasse, halten Urkunden in der HandZoombild vorhanden

© AELF Ebersberg; Urkundenverleihung auf der Terrasse der Einrichtung

AWO Haus für Kinder Campeon
Campeon Park 1
85579 Neubiberg
Ansprechpartner: Carolin Hachtel
Coach: Martina Fink

Internetauftritt der Einrichtung Externer Link

AWO Haus für Kinder in der St. Ingbertstraße

Hfk St.-ingbert-str Klein
Das "SieKids Haus für Kinder" der AWO besteht aus sechs Krippengruppen und einer bilingualen spanisch-deutsch Kindergartengruppe. Die Kinder sollen den hauswirtschaftlichen Bereich kennenlernen, damit sie sich bewusst und gesund ernähren. In der hauseigenen Küche bereitet eine Köchin alle Mahlzeiten frisch zu.

Ziele und Herausforderungen

Der Speiseplan erfüllte zu Beginn des Projekts bereits 12 von 15 möglichen Kriterien des Speiseplan-Check der Bayrischen Leitlinien. Vollkornprodukte sowie Salat und Rohkostvariationen werden in den kommenden Wochen mehr in den Mittagszyklus mit eingeplant. Wegen der Vollverpflegung werden diese Kriterien zwar schon bei Frühstück und Brotzeit erfüllt, was momentan nicht im Projekt berücksichtigt wird.

Da nur noch minimaler Handlungsbedarf besteht, beschäftigt sich das Essensgremium mit folgenden Fragen:

  • Was können wir noch selber kochen und backen?
  • Welche neuen Kreationen können und möchten wir ausprobieren?
Hierbei möchte die Einrichtung so wenig Fertigerzeugnisse wie möglich verwenden und die handwerkliche Küche wieder mehr in den Blick rücken. Eine der vielen Ideen, die das Essensgremium diskutierte, war das Brot backen.

Lösungen

Leider konnten auf Grund der Corona-Pandemie nur wenige Vor-Ort-Termine im Rahmen des Coachings in der Einrichtung stattfinden. Erfreulicherweise haben die Mitglieder des Essensgremiums jedoch die Zeit genutzt, um ihr Verpflegungsleitbild zu erstellen. Dieses Leitbild dient dazu, allen Beteiligten und Interessierten umfassend und in einem guten Überblick aller Informationen rund um die Verpflegung in dieser Einrichtung zu geben.
Der Speiseplan für das Mittagessen wurde noch einmal überarbeitet und entsprechend der Bayerischen Leitlinien der Kita-Verpflegung optimiert. Er erfüllt aktuell 14 der möglichen 15 Kriterien. Gemeinsam wurde entschieden, komplett auf süße Hauptspeisen zu verzichten. Süße Komponenten werden den Kindern nur noch als Nachspeise angeboten. Auch Vollkornprodukte wurden mehr in den Speiseplan integriert und werden von den Kindern sehr gut angenommen. Da jetzt immer mehr Neues ausprobiert und mehr Komponenten selbst hergestellt werden, hat sich die Motivation und der Spaß am Thema für alle erhöht. Besonders ist auch hervorzuheben, dass noch mehr auf Saisonalität, Regionalität und Öko-Qualität der Lebensmittel geachtet wird. Auch auf das Tierwohl und die nachhaltige Fischerei wird geachtet.

Außerdem:

  • noch stärkerer Aufmerksamkeit in Sachen Lebensmittelabfälle
  • regelmäßige Meinungsabfrage bei den Kindern zum Essen mit altersgerechtem Feedback-System
  • Eltern-Info im Eingangsbereich am Ernährungstisch mit Informationsblättern und Unterlagen
  • Rezeptebox für neue Rezeptideen
Urkundenverleihung bei St. Ingbert. Frauen stehen und knien, halten Urkunde in der Hand, Präsentkorb ist zu sehen.Zoombild vorhanden

© AELF Ebersberg;
Urkundenverleihung in der Turnhalle der Kita

AWO Haus für Kinder
St.-Ingbert-Straße 25
81541 München
Ansprechpartner: Nicola Vogl
Coach: Katharina Gümpelein

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Caritas Kinderkrippe St. Christophorus

Außenansicht Kinderkrippe St. Christophorus
Die Caritas Kinderkrippe St. Christophorus umfasst 4 Krippengruppen und bietet Platz für 48 Kinder von 1 bis 3 Jahren. Die Krippe verfügt über viel Raum und einen großen Garten für Naturerfahrungen. In der hauseigenen Küche bereitet eine Hauswirtschafterin täglich frisch das Frühstück, das Mittagessen und die Nachmittagsbrotzeit zu.

Ziele und Herausforderungen

Schupfnudeln mit Gemüsestücken und weißem Dip auf TellerZoombild vorhanden

Tellergericht bunt und lecker

Das große Ziel der kleinsten Einrichtung, die aktuell am Kita-Coaching teilnimmt, ist: Den Kindern ein vollwertiges, vielfältiges und ausgewogenes Speisenangebot zu bieten. Hierfür wird ein 8-Wochen-Rhythmus entworfen, der das 2. Frühstück, die Mittagsverpflegung und die Nachmittagsbrotzeit aufeinander abstimmen soll. Dabei wird bei der Planung darauf geachtet, dass Reste vom Vortag wiederverwertet werden und so Produktionsabläufe sinnvoller gestaltet sind. Der Plan wird fortlaufend durch den Speiseplan-Check Mittagsverpflegung auf die Kriterien der DGE-Qualitätsstandards geprüft und kann saisonal angepasst werden.

Viel Frisches und Handgemachtes lautet das Motto:

  • selbstgemachte vegetarische Aufstriche mit frisch gebackenem Brot
  • selbstgemachte Spätzle
  • selbstgemachtes Kompott
  • selbstgemachte Desserts und Kuchen
Bebilderter Speiseplan

In der Einrichtung ist bereits ein bebilderter Speiseplan auf Augenhöhe der Kinder angebracht. Dieser wird im Coaching-Jahr, zusammen mit den Frühstücks- und Brotzeitplakaten mit eigenen Bildern neu gestaltet.

Lösungen

Da aufgrund der Corona-Pandemie das Coaching nicht so intensiv durchgeführt werden konnte und es viele weitere Herausforderungen gab, wurden nicht alle Ziele erreicht. Aber das Team in der Einrichtung ist weiterhin motiviert und wird im neuen Kita-Jahr weiter an Verbesserungen und Ideen arbeiten.
Tabellarisch aufgebauter Speiseplan mit befüllten Spalten für jeden Wochentag
Speiseplan
Es wurde ein 8-Wochen-Rhythmus erstellt, bei dem das 2. Frühstück und die Nachmittagsbrotzeiten auf die Mittagsverpflegung abgestimmt wurde. Reste vom Vortag können so besser wieder verwendet werden.
Der Bio-Anteil der Lebensmittel wurde auf über 85 % erhöht und es wird viel Wert auf Regionalität gelegt.
Partizipation - Rezeptbox
Die Kinder, aber auch die Eltern, sollen verstärkt in den Küchenalltag und das neue Verpflegungskonzept eingebunden werden. Im Essensgremium enstand die Idee, eine Rezeptbox aufzustellen, in der die Lieblingsgerichte der Kinder gesammelt werden. Dies wurde umgesetzt. Die Eltern können Gerichte aufschreiben, die ihre Sprösslinge zu Hause besonders gerne essen. Die Informationstage ermöglichen es den Eltern ebenfalls, sich über den Coaching-Prozess zu informieren.
Verpflegungsleitbild

Um die Kommunikation zwischen den Eltern und dem Team der Einrichtung transparenter zu gestalten, soll ein Verpflegungsleitbild für den gesamten Kita-Verbund erstellt werden. Ziel ist, die Wichtigkeit und Wertigkeit des Themas bei allen Beteiligten noch besser in den Fokus zu rücken. Im Leitbild können auch die Vorbildfunktion des Personals während der Mahlzeit sowie die allgemeinen Rahmenbedingungen verankert werden.

Caritas Kinderkrippe St. Christophorus
Poinger Straße 10
85551 Kirchheim bei München (Heimstetten)
Ansprechpartner: Elisabeth Schneiderbauer-Greil
Coach: Katharina Gümpelein/Martina Fink

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KoRi Schneckenstein - Haus für Kinder

KoRi Hausansicht
Die KoRi Schneckenstein ist ein Haus für Kinder des Kreisjugendrings München Stadt und befindet sich im Münchner Norden im Stadtteil Hasenbergl. Hier werden 48 Krippenkinder im Alter von 0 - 3 Jahren und 100 Kindergartenkinder im Alter von 3 - 6 Jahren aus ca. 37 verschiedenen Nationen betreut. Die Räume und der Garten regen zur Verwirklichung kreativer Ideen an und bieten viel Platz zum Spielen. Wir achten darauf, dass sich die Kinder ausgewogen ernähren, vielseitig bewegen und ihr seelisches Wohlbefinden stärken. In der hauseigenen Küche bereitet eine Hauswirtschaftsleitung zusammen mit zwei Hauswirtschaftshilfen täglich frisch das Frühstück, das Mittagessen und die Nachmittagsbrotzeit zu.

Ziele und Herausforderungen

Die Auswertung des Speiseplans hat bereits ein gutes Ergebnis gezeigt. Zusätzlich möchte man mehr Vollkornprodukte aufnehmen. Um die Mengenplanung zu erleichtern und die Menge pro Kind speziell bei Fisch und Fleisch etwas reduzieren zu können, sollen die Mengen pro Komponente erfasst und detailliert dokumentiert werden. Dies erleichtert dann auch die Zubereitung sowie die Bestellung. Der 4-Wochen-Speiseplan ist bereits mit einer entsprechenden Bestellliste ergänzt worden. Somit kann auch beim Ausfall der Köchin die Bestellung beim Lieferanten aufgegeben werden.
Über den Einkauf bei regionalen Anbietern wird nachgedacht.
Hochbeete
Zur Ernährungsbildung der Kinder gibt es große Hochbeete, um Kräuter und Gemüse anzubauen. Die Ernte wird dann auch in der Küche verwendet.
Um die Eltern noch mehr in diesen Prozess mit einzubinden und die Interkulturalität zu pflegen, können die Eltern in Zukunft auch Rezepte für Gerichte/Snacks abgeben, die dann gemeinsam mit den Eltern in der Gruppe des Kindes zubereitet werden.
Des Weiteren will man die Eltern durch eine Info-Wand und persönliche Gespräche über die Verpflegung und den Coaching-Prozess informieren.

Folgende weitere Themen hat man sich für das Coaching-Jahr vorgenommen:

  • Zur Ausgabe der Speisen an die Kinder wird darüber nachgedacht, wie diese mehr dem Alter angepasst werden könnte.
  • Ein Verpflegungsleitbild soll erstellt werden.
  • Feedbackbögen für die Kinder sollen entwickelt werden.

Lösungen

Zu Beginn des Coachings hat die Hauswirtschaftsleitung leider die Einrichtung verlassen. Seit dem Frühjahr ist nun ein neuer Koch als Küchen- und Hauswirtschaftsleitung eingestellt. Der neue Koch bringt viel Erfahrung aus der gehobenen Gemeinschaftsverpflegung mit und setzt dies jetzt auch sehr kreativ für die Kinder um.

Der aktuelle Speiseplan erreicht 14 von 15 möglichen Kriterien, bietet viel Abwechslung und damit immer wieder neue Geschmäcker.

Die Zeit der Corona-Pandemie wurde in dieser Einrichtung für die Erstellung eines kompletten Verpflegungsleitbildes genutzt. Hier wird speziell auf das Verpflegungsangebot sowie die Qualität der Zubereitung und der Lebensmittel eingegangen. Besonders werden auch die Umsetzungen im gesamten Haus zur Nachhaltigkeit hervorgehoben. Die Reduktion von Lebensmittelabfällen, die Mülltrennung sowie Energieeinsparungsmaßnahmen sind nur einige der Aspekte, zu denen im Rahmen des nachhaltigen Verhaltens aller Beteiligten aufgerufen wird.

Zu 80 % werden die Lebensmittel aus biologischem Anbau bezogen und auch die Regionalität des Einkaufes ist allen wichtig.

Im Rahmen des Coaching-Projektes ist noch mal mehr die Zusammenarbeit des pädagogischen und des hauswirtschaftlichen Personals, der Lieferanten sowie aller Familien in den Vordergrund gerückt. Essen sehen alle als wichtigen Bildungsmoment, welcher einen hohen Stellenwert genießt. Den Kindern will man weiterhin Spaß und Freude am Essen und an der Herstellung vermitteln.

Vier Personen im FreienZoombild vorhanden

© AELF Ebersberg;
Urkundenverleihung im Garten der Einrichtung

KoRi Schneckenstein - Haus für Kinder
Riemerschmidstraße 69
80933 München
Ansprechpartner: Elke Geweniger
Coach: Martina Fink

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Kinderhaus "Die kleinen Strolche"

Außenansicht Gebäude Kinderhaus "Die kleinen Strolche"
Das Kinderhaus "Die kleinen Strolche" in München Trudering ist an das Familienzentrum Trudering angegliedert. Es werden täglich 24 Krippenkinder in zwei Gruppen und 31 Kindergarten Kinder versorgt. Außerdem wird morgens und nachmittags eine Brotzeit für die Kinder angeboten.
Des Weiteren werden zwei Demenzgruppen mit je 10 Personen und ein Mittagstisch an drei Tagen im Familienzentrum bekocht. Das Essen wird täglich von zwei Köchinnen frisch zubereitet, und auf die Bedürfnisse von Groß und Klein geachtet.

Ziele und Herausforderungen

Alle Essensteilnehmer im gesamten Familienzentrum erhalten aus der Küche das gleiche Mittagessen. Nur für das Café der Familien wird teilweise noch ein Dessert dazu gegeben oder es wird mit Toppings etwas aufgewertet.
Für Krippe und Kita gibt es keine Desserts zum Mittagessen, da alle am Nachmittag noch einmal Brotzeit mit verschiedenen Angeboten bekommen. Obst wird nachmittags bzw. über den Tag verteilt den Kindern immer angeboten. Hier gilt es also immer einen Speiseplan zu kreieren, welcher dem Geschmack und den Ansprüchen aller Essensteilnehmer gerecht wird. Das Essen wird dabei täglich von zwei Köchinnen frisch zubereitet.
Seit Sommer 2019 wird den Kindern eine Vollverpflegung mit Frühstück und Brotzeit am Nachmittag angeboten. Auch hier gilt es eine gute Abstimmung aller Mahlzeiten zu finden.
Aktuell erstellen die beiden Köchinnen alle 8 Wochen einen neuen 8-Wochen-Plan. Dieser wird immer neu erstellt, um der Kreativität Raum zu geben, um Obst und Gemüse saisonal immer wieder anzupassen und die vielen unterschiedlichen Geschmäcker bedienen zu können.

Aktuell hat man es sich zum Ziel gesetzt, noch mehr Seefisch bzw. fetten Seefisch anzubieten sowie mehr Vollkorn in den Speiseplan mit aufzunehmen.

Lösungen

Die Corona-Pandemie seit März 2020 führte dazu, dass nur noch wenige Kinder in der Einrichtung zu verpflegen waren. Die freie Zeit nutzte das engagierte Team, um unter anderem ein ausführliches Verpflegungskonzept zu verfassen. Alle Teilnehmer des Essensgremiums haben ihre Sichtweise mit einbringen können. Damit liegt nun ein Leitfaden vor, der einen verbindlichen Rahmen für die Erzieher und das Küchenteam vorgibt. Auch Träger, Eltern und alle Interessierten können sich jetzt jederzeit umfassend über alle Bereiche der Verpflegung und Ernährung in dieser Einrichtung informieren. Qualitätssicherung und Transparenz sind damit gegeben.
Nachhaltigkeit im Blick
Besonders hervorzuheben sind auch die Anstrengungen im Bereich der Nachhaltigkeit in diesem Haus. Für alle Beteiligten wurde während des Coachings der Blick auf Lebensmittelabfall, Verpackung und Energieverbrauch geschärft. An vielen großen und kleinen Stellschrauben wurde gedreht, um im gesamten Haus die Nachhaltigkeit immer wieder im Auge zu haben. Dabei wurde z. B. auch der Einkauf von biologischen und regionalen Lebensmitteln stark erhöht.
Nur einmal pro Woche Fleisch
Der Speiseplan erfüllt die Kriterien der Bayerischen Leitlinien Kitaverpflegung sowie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Auch Vollkornprodukte werden nun vermehrt angeboten. Besonders ist hervorzuheben, dass nur einmal pro Woche ein Mittagsgericht mit Fleisch angeboten wird, um auch hier einen kleinen Beitrag zur CO2-Einsparung zu leisten. Mit Fischrezepten ist man sehr kreativ. Es werden regelmäßig Fischsuppe, Waller, Seeteufel und andere Fischarten angeboten. Geschmacksvielfalt ist den Köchinnen sehr wichtig.
Unverarbeitete Lebensmittel werden vorgestellt
Damit die Kinder ihre Speisen mit allen Sinnen wahrnehmen können und das Ur-Lebensmittel kennen, werden immer wieder Lebensmittel unverarbeitet vorgestellt. Damit erwerben die Kinder Wissen und lernen die Lebensmittel schätzen. Besonders bei tierischen Lebensmitteln ist dies von Bedeutung.
Um die Eltern ins Coaching einzubeziehen und noch besser über die gesundheitsförderliche Verpflegung im Hause zu informieren, gab es einen Elternabend, ein Infoschreiben und einen Probiernachmittag als "Tag der offenen Küche" im Frühling. Solche Aktionen sollen in Zukunft regelmäßig stattfinden.

In Zusammenarbeit mit den Pädagogen ist die Ernährungsbildung verstärkt in den Fokus genommen worden und die Mahlzeiten gehören jetzt noch mehr zu den bedeutsamen Bildungs-, Lern- und Erziehungssituationen.
Um die interkulturelle Ernährungsbildung zu verstärken, sollte das Sommerfest unter dem Motto "Fest der Kulturen" stehen. Dies wird nun im nächsten Jahr nachgeholt. Auch sollen immer wieder Aktionswochen im Kinderhaus stattfinden, welche dann auch in der Verpflegung mit umgesetzt werden.

4 Frauen sitzen auf Stühlen mit Urkunde und GeschenkekorbZoombild vorhanden

© AELF Ebersberg;
Urkundenverleihung in der Einrichtung

Kinderhaus "Die kleinen Strolche"
Dompfaffweg 10
81827 Trudering
Ansprechpartner: Gabriella Markus
Coach: Martina Fink

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BRK Kindergarten und Krippe Sonnenschein

Außenansicht Gebäude und Garten Kindergarten Sonnenschein
Die dreigruppige Einrichtung steht in Landsham (Gemeinde Pliening, nordöstlicher Teil des Landkreises Ebersberg). Es besuchen 75 Kinder im Alter von zweieinhalb bis sechs Jahre diese Einrichtung. In der Kinderkrippe werden 12 Kinder im Alter von 3 Monaten bis 3 Jahren betreut. Die Firma Apetito liefert seit 1995 das Mittagessen. Dabei wird der Speiseplan selber erstellt und versucht, sowohl Ausgewogenheit als auch die Vorlieben der Kinder zu berücksichtigen. Die Gefrierkost wird mit frischen Salaten und Obstnachspeisen ergänzt.

Ziele und Herausforderungen

Gurken, Couscous und runde, feste Masse unter Tomatensoße
Die Einrichtung hat zwei unterschiedliche Speisepläne nach Kita und Krippe getrennt. Da in der Krippe nur wenige Kinder verpflegt werden, stellen diese geringen Mengen auch eine Herausforderung dar.
Die erste Auswertung des Speiseplanes ergibt bereits 9 von 15 Kriterien, welche erfüllt sind.
Gesundheitsförderlichkeit steigern
Für die Kita gibt es bereits einen festen 6-Wochen-Speiseplan. Auch die Krippe strebt nun einen festen Plan an, um den Bestellungvorgang zu erleichtern.
Ein bebilderter Speiseplan mit den einzelnen Komponenten-Darstellungen ist in der Krippe bereits vorhanden und auf Augenhöhe für die Kinder aufgehängt. Hier wird täglich mit den Kindern das Mittagessen besprochen.
Die Brotzeit für vormittags und nachmittags geben die Eltern den Kindern jeweils selber mit. Zu diesem Thema denkt das Essensgremium nun aber verstärkt darüber nach, welche Ge- und Verbote hier eingeführt werden können, damit auch diese Mahlzeiten gesundheitsförderlicher werden.
Mengenplanung optimieren
Bei der Tiefkühlkost kann sehr detailliert die Menge der Speisen zubereitet werden, so dass grundsätzlich wenig Lebensmittelreste und somit Lebensmittelabfall anfallen könnte. Dafür möchte man in nächster Zeit aber noch genauer den Bedarf jeder Komponente erfassen damit die Mengen pro Kind in der Zubereitung besser kalkuliert werden können.
Neue Idee gesucht
Die Anlieferung der Lebensmittel für die zusätzlichen Komponenten zum Mittagessen erfolgt durch einen Großlieferanten. Dieser liefert leider nur einmal wöchentlich. Dies stellt eine Herausforderung für den Einsatz von frischem Gemüse sowie Semmeln und frischem Kuchen dar. Hier soll der Speiseplan an die Liefertermine angepasst werden. Die Komponenten werden vom pädagogischen Personal zubereitet. Daher dürfen diese Speisen nicht zu aufwendig und zu zeitintensiv in der Zubereitung sein.
Feedback-System geplant
Ein Feedback-System für die Kinder ist in Planung. Im Team wird überlegt, noch ein weiteres System für die älteren Vorschulkinder einzuführen. Dieses anspruchsvollere System könnte dann noch mehr zur Ernährungsbildung beitragen, den Geschmack schulen, die Beurteilung von Speisen fördern sowie auch den Wortschatz erweitern.

Lösungen

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Coaching in dieser Einrichtung in Absprache mit allen Beteiligten unterbrochen. Wir freuten uns, es im Herbst 2020 fortsetzen zu können und im Dezember auch erfolgreich zu beenden.
Speiseplanung
Der Speiseplan ist noch einmal überarbeitet worden und erreicht nun als Endergebnis 13 von 15 möglichen Kriterien. Es gibt nun weniger Fleischgerichte, dafür mehr Fisch und vegetarische Speisen. Die Süßspeisen wurden reduziert, dafür wird mehr Vollkorn angeboten. Auch Obst hat verstärkt Einzug in den Gesamtspeiseplan gehalten.
Die Speisepläne für Kita und Krippe sind besser aufeinander abgestimmt worden. Damit lassen sich die Mengen insgesamt besser kalkulieren. Auch die Krippe hat nun einen festen 6-Wochen-Speiseplan erhalten, der die Richtlinien der DGE erfüllt.
Bebilderter Speiseplan
Auch für die Kita-Kinder ist der Speiseplan bebildert worden. Dies wird automatisch vom Caterer mit realen Bildern geliefert. Dieser neue Speiseplan ist auch für die Eltern jederzeit einsehbar.
Mengenplanung
Zur Planung der Bestellmengen beim Caterer ist der Bedarf jetzt viel detaillierter erfasst worden. Damit hat man nun noch mal eine Reduzierung der Speisereste sowie des Lebensmittelabfalls erreicht.
Neue Ideen für die Frischekomponenten
Die Salate und das zugehörige Dressing werden jetzt überwiegend frisch zubereitet. Der Speiseplan für diese Frischkomponenten wurde an die Liefertermine angepasst.
Verpflegungskonzept und Feedbacksystem für die Kinder
In Zusammenarbeit mit dem Caterer Apetito war das umfassende Verpflegungsleitbild Ende 2020 noch in Bearbeitung. Dieses soll im Laufe des Kitajahres fertig gestellt werden.
Die Konzeption eines Feedbacksystems ist noch in der Bearbeitung.
2 Bildschirme sind zu sehen mit TN einer Online-Konferenz. Frau steht hinter den MonitorenZoombild vorhanden

Online-Urkundenverleihung an die Teilnehmer

BRK Kindergarten und Krippe Sonnenschein
Schulstraße 8
85652 Landsham
Ansprechpartner: Astrid Scherübl
Coach: Martina Fink

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